Wissenschaftliche Monitoringkonzepte für die Deutsche Bucht

Temperaturanstieg, Änderungen im Artenspektrum, gefährliche Planktonblüten, Reduktion der Fischbestände und Veränderungen der Küstenmorphologie in der Nordsee – solche und andere Auswirkungen sind aufgrund des globalen Klimawandels zu beobachten. Auch die zunehmende Nutzung durch Verkehr und Offshore-Industrie haben weitreichende Folgen für das Ökosystem nach sich gezogen. Für eine nachhaltige Nutzung der Küstengewässer ist es deshalb elementar

  • signifikante Umweltparameter und ihre Wirkungsbeziehungen zu definieren,
  • sie regelmäßig und genau zu beobachten,
  • über den Zustand und die Qualitätsentwicklung der deutschen Meeresgebiete zu berichten,
  • dafür geeignete Darstellungsformen zu entwickeln und so die Öffentlichkeit zu informieren und
  • Entscheidungsträger wissenschaftlich fundiert zu beraten.

In dem Verbundprojekt WIMO wurden zwischen 2010 und 2015 wissenschaftliche Konzepte und Strategien für das marine Monitoring in der deutschen Bucht entwickelt und bewertet. Die Bearbeitung stand im Kontext hoheitlicher Aufgaben im Rahmen des Monitorings für die „Qualitativen Deskriptoren“ der MSRL und berücksichtigt die „Merkmale“ und „Belastungen“ der MSRL, die Qualitätskomponenten der WRRL sowie die Lebensraumtypen nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH). Der Abschlussbericht des Projektes ist im Archiv des KFKI zu finden (WIMO Abschlussbericht) .

Gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU)